Adventsbasar in Vierzehnheiligen

Das Kirchenjahr neigt sich dem Ende zu, die Weihnachtsmärkte bringen sich in Startposition. Der traditionelle adventliche Basar der Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen lockte am Samstag vor Christkönig wieder zahlreiche Besucher bei Minus-Graden auf den heiligen Berg.

An beheizten Stehtischen konnte man sich aufwärmen und Kaffee, heiße Schokolade sowie Glühwein und Punsch genießen. Selbst gemachte Advents-, Türkränze, Gestecke, Produkte aus der Weihnachtsbäckerei wie Plätzchen, Stollen und Apfelbrot, verschiedene Holzdekorationen, Pikantes aus dem Garten des Mutterhauses Vierzehnheiligen oder zahlreiche verschiedene Marmeladen aus dem Klostergarten sowie Honig und Honigprodukte aus der Region gab es an verschiedenen Ständen.

„Es ist ja für einen guten Zweck. Ich komme jedes Jahr hierher und hole mir Marmelade“, so eine Frau, die ihre leeren Gläser aus dem Korb gegen volle tauschte. Sehr gut wurden im Infozentrum die Strickwaren sowie „Weihnachtliches aus zweiter Hand“ gut angenommen. Wer sich selbst beschenken wollte, konnte auch einen Silvaner-Bocksbeutel zugunsten der Basilikaorgel erwerben, die einer Generalüberholung inklusive einer Reinigung des gesamten Pfeifenwerkes bedarf. Für den kleinen Hunger für zwischendurch gab es Gulaschsuppe und Gemüsesuppe, die die fleißigen Helferinnen der Frauen-Union anboten. Wallfahrer aus der Röhn kamen extra zum Adventsbasar nach Vierzehnheiligen, um Bratwürste zu braten.

Der Basar wurde von der Unterstützergemeinschaft der Franziskusschwestern e.V., der Weggemeinschaft, dem Turmanyay e.V. zusammen mit den Franziskusschwestern veranstaltet. Rund 60 ehrenamtliche Helfer und Vereinsmitglieder der Unterstützergemeinschaft waren im Einsatz. Aus ganz Deutschland - von Berlin bis zum Bodensee sind sie gekommen. „Seit dem Frühjahr sind wir hinsichtlich der Mengen an Marmelade über Holzdekorationen und Pikantes aus dem Garten bis zu den Kränzen und Gestecke in Planung. In diesem Jahr hatten wir etwa 120 Adventskränze – teilweise dekoriert – und 30 Türkränze. Die Bäckerinnen aus der Region versorgten uns wieder mit köstlichen Kuchen und Torten. Allen Helfern gilt ein herzliches Vergelts Gott zu sagen“, erklärte Schwester Claudia.

Eine besinnliche Stunde zur Advents-Einstimmung fand am Nachmittag in der Basilika statt. Diese wurde von der „Christlichen Chorgemeinschaft Arche Noah“, einem Projektchor der katholischen Militärseelsorge, gesanglich bereichert.

„Der gesamte Erlös des Basars kommt verschiedenen sozialen Projekten zugute, mit denen die Franziskusschwestern direkten Kontakt haben. Zum Beispiel in Indien, Kroatien, Peru, Nordsudan und Deutschland“, erklärte Kongregationsvikarin Schwester Katharina Horn.

Wer den Basar verpasst hat, kann noch ein paar Produkte an der Mutterhauspforte erwerben (täglich zwischen 9 bis 11.30 sowie von 14 bis 17.30 Uhr – solange der Vorrat reicht).

Autor: Gerd Klemenz2025-11-29

"Wenn es dir gut tut, dann komm!"

(Franz von Assisi)