"Wenn es dir gut tut, dann komm!"
(Franz von Assisi)Wähle das Leben!
Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.deDie Straßen in unseren Städten und Dörfern sind derzeit gesäumt mit Wahlplakaten. In einer Woche wählen wir Frauen und Männer, die sich bereit erklärt haben, für unser Land Verantwortung zu übernehmen, Menschen wie Du und ich – mit familiärem und beruflichem Hintergrund, Menschen mit Visionen, Sehnsüchten, Hoffnungen, Sorgen und Ängsten. In den Gremien der Kommunen und des Bezirks werden sie Entscheidungen treffen, die konkrete Auswirkungen auf mein Leben haben können. Gemeinsam ist uns allen: Wir alle sehnen uns nach einem guten Leben.
Für uns Christen hat mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit begonnen. Diese Zeit ist u.a. eine Einladung, unser Leben mit all seinen Gewohnheiten zu reflektieren, um dann mit neuer Bewusstheit das Leben zu gestalten. Wir lassen uns von der Bibel inspirieren. Immer wieder aktuell, obwohl mehrere tausend Jahre alt, ist das Wort aus dem 5. Buch Mose: „Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen“ Dtn 30,19.
Wähle das Leben – Wie geht das?
Dazu muss ich erst innehalten und über mein Leben nachdenken, allein oder zusammen mit anderen. Welche Werte sind mir wichtig? Wie priorisiere ich meine Werte? Diese Werteskala kann mein Maßstab für meine ganz normalen Alltagsgewohnheiten sein. Zum Beispiel: nach welchen Kriterien kaufe ich ein? Nach welchen Kriterien nutze ich Medien? … nutze ich mein Auto? … wähle ich meine Literatur? u.v.m. Dies ist keineswegs eine Kritik an dem Bestehenden, sondern dies ist die Einladung zu einer Bewusstseinsbildung - mit dem Ziel: ich lasse mich nicht von anderen verleiten! Ich lasse mich nicht manipulieren! Ich lebe entschieden. Diese Werteskala kann auch Maßstab sein für meine Kreuzchen, die ich auf meine Wahlzettel setzen werde.
„Wähle das Leben“ schließt auch das Leben anderer ein. Mir geht es gut, wenn es den anderen auch gut geht. Der Schutz des Lebens ist universal. Wir dürfen ganz weit denken: an mein Zuhause, an meine Kommune, meinen Bezirk, mein Land, an alle Länder bis hin zum Universum. Sich zum Schutz des Lebens zu bekennen ist eine Ausdrucksform der biblischen Botschaft: Wähle das Leben. Somit dürfen wir folgern: Das Leben an sich ist göttlich. Wer sich für das Leben entscheidet, gibt Gott Raum. Denn Gott selbst ist das Leben.
Sr. Regina Pröls
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